“Frame O.K.”, Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 Vienna, Schwanzer-Trakt, 6th floor, June 2019 

 

Exhibition text:

a. The decision about what kind of formulations are coming up or in which moment of artistic work they appear is an action of discovery. The formulations depend on the wish to either attach themselves or/and to get closer towards a structure that enables a relation.

b. The formulations are the work‘s appendixes as well as their ghosts. They are telling the story which brings the work closer to reality and offering a naming for the openness the work displays towards a context or information.

c. The appendixes and ghosts are the glue for the practical links between the single pieces of the work and thus form their daily life. In comparison to the everyday daily life, the daily life of the components is looking for a different contact with the audience.

d. The painted part fills a hall of self-questioning with layers and stacks in which the formulation sets itself as an absence.

e. The possibility to look for the terminated work‘s conditions lies within some reliefs of Christ in its tomb from late middle-age. The dead becomes alive within the frame of celebration the moment the host is set in the allocated hack in its chest.*

*The dead is shown with closed eyes and framed by the tomb‘s walls. His head is bedded on its halo as if it were a cushion. And yet the figure indicates to be standing, as its garment drops towards the lower short edge of the grave.

a. Die Entscheidung, wo und wann in der künstlerischen Arbeit Formulierungen fallen bzw. wie diese beschaffen sind, ist eine Aktion der Entdeckung. Die Formulierungen sind getragen von dem Wunsch das Werk einer Struktur, die ein Verhältnis ermöglicht, anzunähern und/oder es mit ihr in Berührung zu bringen.

b. Die Formulierungen sind Anhängsel am Werk und auch seine Geister. Sie erzählen die Geschichte, die die Arbeit der Realität nahe bringt und eine Benennung der Offenheit ermöglicht, in der sich die Arbeit zu einem Kontext, einer Information verhält.

c. Die Anhängsel und Geister bilden den Alltag der einzelnen Teile der Arbeit und schaffen zweckmäßige Verbindungen zwischen ihnen. Im Unterschied zu dem alltäglichen Alltag, sucht der Alltag der Einzelteile einen anderen Kontakt mit dem Publikum.

d. Das Gemalte füllt mit Schichten und Stapeln einen Saal an Selbstbefragung, in den sich die Formulierung als Abwesenheit legt.

e. Eine Beschreibung der Zustände, in denen sich ein abgeschlossenes Bild bewegt, lässt sich in manchen Grabchristus Reliefs aus dem späten Mittelalter suchen. Der tote Christus wird, sobald die Hostie in der Kerbe an seiner Brust liegt, innerhalb des feierlichen Rahmens lebendig.*

*Die Darstellung zeigt Christus mit geschlossenen Augen und von den Grabwänden gerahmt. Der Heiligenschein wirkt wie ein Kissen, auf dem sein Kopf gebettet wurde. Dabei scheint es gleichzeitig, als würde er stehen, denn das weiße Totengewand fällt in Richtung des unteren kurzen Randes.

 

Artworks on display:

Movable wall 1
Ausflug no.6- 60×45- oil on jute- 2019

Movable wall 2
Auto no.8-140×100- gouache and oil on canvas- 2019
Owl no.7- 45×40- gouache and oil on jute- 2019

Wall
Ausflug no.5- 69×53- mixed media on canvas- 2019